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Goldene Mitte statt fauler Kompromisse oder Extreme

Zur Lösung verschiedenster Probleme hat sich die Suche nach einer "Goldenen Mitte" bewährt.
Der Begriff der "Goldenen Mitte" stammt ursprünglich aus dem Buddhismus.
Er bezeichnet die perfekte Kombination zweier Extreme, in der möglichst viele Vorteile der Extreme erhalten bleiben, während die Nachteile minimiert werden.
Jedes Problem oder jede Skala hat mindestens zwei Extrem-Lösungen. Diese gilt es möglichst gut zu kombinieren.
Eine solche "Goldene Mitte" ist etwas ganz anderes als ein bloßer Mittelwert oder ein fauler Kompromiss. Die perfekte Kombination zu ermitteln, ist ein höchst schwieriger Akt.

In der chinesischen Philosophie gibt es das Bild des Yin und Yang. Zwei gensätzliche Kräfte, die sich ewig bekämpfen, aber doch gegenseitig brauchen, und erst in Kombination ein stabiles System ergeben.

Ähnliche Symboliken gibt es in vielen Kulturen.
Nach dem deutschen Philosophen Arthur Schopenhauer erfolgt jede Entwicklung durch Abfolgen von These, Antithese und Synthese. Die Weiterführung der derzeitigen Situation in die Zukunft ist die These, ihr wird ein Vorschlag für einen revolutionären Neubeginn als Antithese entgegengestellt. Die Kombination dieser beiden Extreme ergibt die Synthese, die dann wieder als These für den nächsten Entwicklungsschritt dient.

Im "westlichen" Politikmodell werden diese gegensätzlichen Kräfte durch politische Parteien repräsentiert, die verschiedene Ideologien vertreten.
Diese vertreten durch Reden im Parlament ihre Argumente, versuchen die Gegner zu überzeugen, und den erfolgenden Kompromiss mehr in ihre Richtung zu bewegen.

Ohne die Möglichkeit der Kritik durch Oppositionelle, die die Antithese aufstellen, gibt es keine Weiterentwicklung, keine Anpassung an veränderte Umgebungsbedingungen.
Darum gibt es in Diktaturen im Allgemeinen auch weniger Weiterentwicklung, weil oppositionelle Kräfte und Ideen unterdrückt werden, die eine Antithese aufstellen könnten, welche als zweite Quelle für die Synthese dient. Wird jeder Widerspruch bestraft, ist es ein ewiges Yin ohne Yang.
Wenn der Diktator dann nicht selbst sehr weise ist (was zwar jeder behauptet, aber selten wirklich der Fall ist), ist die Fähigkeit der Anpassung an zukünftige Veränderungen eingeschränkt, was langfristig evolutionär zum Aussterben führt.

Aber auch die Funktionweise der "westlichen" Demokratien ist noch weit davon entfernt, perfekt zu sein.
Das Gezerre zwischen Parteien führt häufiger zu faulen Kompromissen als zu einer "Goldenen Mitte".
Machtgier der Parteiführungen, Fraktionszwang, Korruption und einseitiger Lobbyismus verzerren das Ergebnis.

Und auch in Firmen herrschen die gleichen Probleme wie in Diktaturen, wenn der Chef sich mit Ja-Sagern umgibt und keine Kritik zulässt.
Je größer die Firma, um so schlimmer können die Auswirkungen sein.




Letzte Anpassung: 2011-05-27