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global society - improve the world
 
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Langfristige Entwicklung

Die Entwicklung würde wahrscheinlich mehrere hundert Jahre dauern, jeder Schritt muss genau abgewogen werden. Die Entwicklung muss begleitet werden von einer weiteren Verbesserung umweltschonender Techniken. Wenn alle Menschen so viel Auto fahren würden wie Amerikaner und Europäer, würde unsere Atmosphäre ein Schnellkochtopf.

Es wird auch nicht funktionieren, den heutigen Wohlstand in den USA oder Europa auf die ganze Welt zu erweitern. Würden alle Menschen so viel Fleisch essen wie Amerikaner und Europäer, müssten fast alle Wälder gerodet werden, um Weideflächen für die Viehzucht zu schaffen. Aber wäre es wirklich schlimm, nur noch zwei mal die Woche Fleisch zu essen? Für die Nährstoffversorgung wäre das völlig ausreichend.
Und die Produktion von einem Kilo Fleisch verbraucht etwa 5 mal so viel Wasser , wie die von einem Kilo Getreide (2000 Liter).

Die Entwicklung wird auch nicht ohne Nachteile für einzelne Personen oder Gruppen ablaufen können. Jede Veränderung hat Gewinner und Verlierer. Aber die Extreme werden ausgeglichen und der größte Teil der Menschheit wird davon profitieren.

Der Mathematiker und Ökonom Franz Josef Radermacher hat Berechnungen aufgestellt, nach denen es rechnerisch möglich ist, dass nach 100 Jahren (bei einer Verzehnfachung der Resourceneffizienz) die südlichen Länder ein halb so hohes Wirtschaftsniveau wie die reichen nördlichen Länder haben. Heute sind die nördlichen Länder 16 mal so reich.

Dabei hätten die südlichen Länder ein jährliches Wirtschaftswachstum von 3,6% und die nördlichen immerhin noch 1,4%. (Greenpeace-Magazin 3/2004 S. 38)

Es ist also zumindest theoretisch möglich die Not auf der ganzen Welt zu beenden und allen Menschen ein finanziell menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, ohne dass die Industrieländer etwas von ihrem Wohlstand einbüßen.

Allerdings müssten dafür parallel dazu der Ressourcenverbrauch und die Umweltschädigungen der Produktion drastisch reduziert werden. Ansonsten wird unsere Welt dieses Wachstum nicht verkraften. Die Menschen in den heute reicheren Ländern müssten ihre Lebensweise so umstellen, dass der ökologische Fußabdruck, den sie in der Umwelt hinterlassen, wesentlich kleiner wird, und sie letztendlich nicht mehr Natur zerstören, als sich regenerieren kann. Das muss aber keine Reduzierung der Lebensqualität bedeuten. Im Gegenteil: eine naturverbundenere Lebensweise könnte die Zufriedenheit und Lebensqualität sogar erhöhen.

Mehrere Gruppen von Organisationen und Menschen wie Kofi Annan, Michail Gorbatschow, Hans Küng, Klaus Töpfer und Al Gore versuchen seit 2003 einen Globalen Marshall Plan zu etablieren, um den ärmsten Ländern der Welt zu helfen. Die wichtigsten konkreten Ziele sind dabei:

Halbierung der Anzahl an Menschen mit einem Einkommen von weniger als einem Dollar pro Tag und
Die Möglichkeit einer Grundschulausbildung für alle Kinder.

Die ökonomischen und globalen Finanzexperten, die diesen globalen Marshall-Plan unterstützen, haben geschätzt, dass 120 Milliarden Dollar pro Jahr benötigt werden, um diesen Plan zu realisieren. Zum Vergleich: Allein für das Militär geben die USA mehr als 400 Milliarden Dollar pro Jahr aus.

Heute tragen die Industrienationen 0,2 Prozent ihres Bruttosozialprodukts zur Entwicklungshilfe bei. Wir brauchen diese Mittel nur zu verdoppeln, um die Ziele des globalen Marshall-Plans zu finanzieren. (Artikel dazu auf der Sonnenseite von Franz Alt)

Die Ideen auf diesen Seiten können natürlich kein Universalrezept liefern, aber sie sollen Anregungen für einen Leitfaden in eine bessere (keine perfekte) Zukunft sein, für die es sich zu arbeiten und zu kämpfen lohnt.



Letzte Anpassung: 2008-06-16